Die Irminsul
Master -- 18. Sep 2006

"Die Irminsul" ist ein Romanfragment, das ich - der
Autor - demnächst eventuell ins Netz stelle. Ich habe es als Fantasy-Abenteuer bereits einmal "durchgespielt", bin aber noch nicht dazu gekommen, die Geschichte als Roman zu vervollständigen -
"Die Irminsul" ist eine >Alternative-Time-Story<. Sie zeigt ein Sachsen, dass nicht von Karl, den Großen besiegt wurde und dass mit Hilfe der sehr realen Sieben Götter eine uns völlig unbekannte Gesellschaftsform aufgebaut hat.
In diesem Sachsen existieren sieben Stände. Zu den ursprünglichen 3 Ständen des Adels, der Freien und der Liten, kamen die Stände der Knechte, der Barden (Künstler), der Druiden (Priester, Wissenschaftler) und der Schreiber (Verwaltung) hinzu. Außerdem gibt es die standlosen Gauherren, eine Mischung zwischen Politiker und Richter, die aber nicht so angesehen sind.
Die Geschichte bzw. die Idee dazu ist in den 70ger Jahren entstanden. In einem geschichtlichen Aufsatz fand ich eine Stelle, in der nicht ausgeschlossen wurde, dass eine Siedlung an der Stelle des heutigen Braunschweigs durch Karl, den Großen (bzw. Karl, den Schlächter) vernichtet wurde.
Meine damals aufkeimende „Skepsis“ gegenüber dem Monotheismus ließ mich ein wenig über die Sachsen forschen. Unter anderen fand ich einen Historiker, der eine sehr interessante These vertrat. (Leider ist mir der Name entfallen, bisher hat mir auch niemand geholfen, den Historiker wieder zu finden.)
Dieser Historiker geht
von drei sächsischen Ständen (Freie, Adel, Liten) aus, die alle stimmberechtigt am sächsischen Thing in Marklo teilnahmen. Dort trafen sich nach ihm alle sächsischen Gaue aus allen Provinzen. Nur im Kriegsfall sollen die Sachsen einen Heerführer gewählt haben. Das brachte den Historiker zu der These, dass (der adelige) Widukind an der Seite der Liten und Freien sowohl gegen Karl als auch gegen den eigenen Adel kämpfte. Der Adel soll danach immer wieder mit den Franken Frieden geschlossen haben, da sie im „fränkischen System“ privilegierter waren als im „sächsischen.“
Diese These stand im Gegensatz zur Ideologie der Nazis, bei dem der
Autor prompt in Ungnade fiel.
Allerdings ist diese These unter Historikern umstritten.
Meine Idee finde ich trotzdem nach wie vor toll, und als Autor von Fantasy- und SF-Geschichten braucht man sich ja nicht immer an das Bewiesene halten.